Karl-Schubert-Schule Therapien

Unser Therapieangebot

Chirophonetik

Die Chirophonetik ist eine Einzeltherapie, die mit den Heilkräften und Heilwirkungen der Laute arbeitet. Bei der Behandlung empfängt das Kind zugleich Laut- und Tasteindrücke, denn der Therapeut spricht einen Laut und seine Hände übertragen mit sanftem Strich die Form der nur diesem Laut eigenen Luftströmung auf den Körper des Kindes. So wird jeder Laut zu einem bestimmten Eindruck, der je nach den Umständen anregend, beruhigend, bewegend, impulsierend, ermutigend oder befreiend wirkt. Mit jeder Sprachwahrnehmung geht ein inneres Nachsprechen einher. Bei dem lauschenden Kind verstärkt die zusätzliche Berührung den Willen zur Nachahmung und regt die Selbstheilungskräfte an.

Bei uns in der Karl-Schubert-Schule wird die Chirophonetik zur Sprachanbahnung, bei allen klassischen heilpädagogischen Krankheitsbildern und bei Doppeldiagnosen eingesetzt. Die Therapeutin arbeitet eng mit dem Schularzt, den Heilpädagogen und den Lehrern zusammen. Es kommen Kinder und Jugendliche aller Altersstufen zur Behandlung. Der Behandlungszeitraum erstreckt sich in der Regel über 3-4 Monate mit drei Therapieeinheiten pro Woche.

Heileurythmie

Die Heileurythmie, als Einzeltherapie, ist eine verwandelte Eurythmie, die das Ziel hat, Heilungs- und Gesundungsprozesse im Patienten anzuregen. Sie wird von einem Arzt verschrieben. In der Karl-Schubert-Schule arbeiten die Heileurythmisten eng mit dem Schularzt zusammen, um dem Schüler in seinen Entwicklungsschritten Unterstützung und Förderung zukommen zu lassen. Dies geschieht während der Schulzeit in regelmäßigen Therapieblöcken mit 8–10 Wochen und 2–3 Therapieeinheiten pro Woche.

Musiktherapie

Die Musiktherapie spricht vor allem den mittleren, den besonders in der Atmung sich ausdrückenden seelischen Teil des Menschen an. Dabei kann sie sowohl auf die unruhigen, zu wachen, zu sehr im Umkreis lebenden Kinder beruhigend und zentrierend wirken als auch die eher dumpfen, in sich versunkenen, sinnes-schwachen Kinder aufwecken und anregen. Des Weiteren werden konkrete Krankheitsbilder wie Epilepsie, Hysterie, autistische Züge, Down-Syndrom usw. behandelt. Die Therapie findet in einem Wechsel von zuhören (rezeptiv) und seelentätig sein (aktiv) statt. Das musikalische Erleben regt einen inneren Prozess an, von dem die Heilwirkungen ausgehen.

Die Musiktherapie erfolgt in Form einer Einzeltherapie während der Unterrichtsstunden. Sie findet zweimal in der Woche über ein halbes bis drei viertel Jahr statt.

Therapeutische Sprachgestaltung

In der therapeutischen Sprachgestaltung wird zur Sprachanbahnung und zur Förderung des Sprechens mit den Sprachelementen – Laut, Silbe, Rhythmus – gearbeitet. Gezielt eigesetzte Sprechübungen wirken therapeutisch auf Atem, Stimme und Artikulation. Zudem wird Wert gelegt auf eine individuelle, sprachfördernde Sinnesschulung. Sprache und Ausdruck unterstützende Bewegungen begleiten spielerisch das Sprechen von lyrischen, epischen oder dramatischen Texten, bis hin zum Schauspiel. Sprechfreude und Sprachverständnis werden dabei geweckt und verhelfen dem Schüler zu einem gestärkten Selbstbewusstsein.

Förderunterricht

Im Förderunterricht werden die Schüler 1- bis 2-mal pro Woche für 20 Minuten im Einzelunterricht gefördert. Der Inhalt wird in Zusammenarbeit mit dem Klassenlehrer auf die besonderen Lernbedürfnisse des einzelnen Schülers abgestimmt. Manchmal empfiehlt auch der Schularzt spezielle therapeutische Übungen. Meistens stehen zu Beginn einige heilpädagogische und rhythmische Übungen, die Körperkoordination, Geschicklichkeit und Konzentrationsfähigkeit schulen. Daran schließt sich ein Lernteil an, in dem Inhalte der Kulturtechniken (Lesen, Schreiben und Rechnen) vertieft werden oder über das Klassenniveau hinaus erarbeitet werden. Bei manchen Schülern ist es sinnvoll, die Lernfähigkeit für die Kulturtechniken durch Formenzeichnen und Malen mit Aquarellfarben vorzubereiten und zu unterstützen. All dies kann im Förderunterricht mit besonderer Intensität durchgeführt werden.