Karl-Schubert-Schule Karl-Schubert-Schule

„In Ehrfurcht empfangen, in Liebe erziehen, in Freiheit entlassen“

Rudolf Steiner


Wir sind eine Schule für Seelenpflege-bedürftige Kinder und Jugendliche und arbeiten auf der Grundlage der Waldorfpädagogik und der anthroposophischen Heilpädagogik.
Die Karl-Schubert-Schule ist ein staatlich anerkanntes Bildungs- und Beratungszentrum (Sonderschule) mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Als christliche Schule sind bei uns alle Nationalitäten und Religionszugehörigkeiten willkommen.


Nach der Gründung der ersten Waldorfschule in Stuttgart im Jahr 1919 wurde Karl Schubert (1889 – 1949) von Rudolf Steiner gebeten, innerhalb derselben eine sogenannte Hilfsklasse für Kinder mit besonderem Förderbedarf zu übernehmen. Aus seiner Arbeit entwickelte sich die erste eigenständige heilpädagogische Schule, die Schüler nach dem Waldorflehrplan fördert. Mit Einführung der Sonderschulpflicht im Jahr 1964 wurde die Karl-Schubert-Schule als Sonderschule staatlich anerkannt. Ein Gesamtkonzept von Kindergarten, Schule und einer eigenständigen Erwachseneneinrichtung konnte verwirklicht werden. 1969 bezog die Schulgemeinschaft ihr neues Schulgebäude in Degerloch, das in den folgenden Jahren erweitert wurde.


Der Lehrplan orientiert sich am Waldorflehrplan. Aus den Inhalten werden Schwerpunkte ausgewählt, die in stark bildhafter Weise mit vielen sinnlichen Erfahrungen und eigenem Gestalten das „Begreifen“ und innere Miterleben anregen sollen. Dabei orientiert sich der Lehrer an den individuellen Möglichkeiten der einzelnen Schüler. Die Schüler sollen durch den altersgemäßen Stoff seelisch-geistig eine Reifung vollziehen und in ihrem Verhältnis zur Welt geweckt werden. Ein Schulbericht am Ende des Schuljahres gibt Auskunft über die Entwicklung des Schülers und sein Lernverhalten.


Wir unterrichten 12 Klassen mit 4–11 Schülern. Die Klassen werden altersentsprechend zusammengesetzt. Der Klassenlehrer begleitet die Schüler in der Regel in den ersten neun Schuljahren. In jeder Klasse arbeitet mindestens ein Klassenhelfer mit. Bei individuellem Bedarf können Integrationshelfer oder Schulbegleiter eingesetzt werden.


Der Unterricht findet Montag bis Mittwoch von 8:30 Uhr bis 15:10 Uhr, Donnerstag und Freitag von 8:30 Uhr bis 12:45 Uhr statt. Von Montag bis Mittwoch erhalten die Kinder ein warmes Mittagessen.


Die Schüler werden morgens vom Schulbus zu Hause abgeholt und mittags bzw. nachmittags wieder heimgebracht. Einige fahren selbstständig mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Nach der Ankunft in der Schule versammeln sich die Schüler und Lehrer zum Morgenkreis im großen Festsaal. Anschließend findet der Hauptunterricht durch den Klassenlehrer statt. Dieser gliedert sich in eine sich täglich wiederholende Abfolge von drei Teilen: Am Anfang steht ein musikalisch-sprachlicher Teil mit viel Bewegung und basaler Sinnesschulung. Diesem folgen die Unterrichtsepochen (4-6 Wochen), in denen Rechnen, Schreiben, Lesen, Formenzeichnen, Naturkunde, Erdkunde, Geschichte, Physik und Chemie unterrichtet werden. Im Mittelpunkt des dritten Teiles stehen Erzählungen. Die Schüler haben, entsprechend dem Waldorflehrplan, ein breites Bildungsangebot. Der altersentsprechende Unterricht hilft den Schülern, in ihrer emotionalen Entwicklung zu reifen.